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Stolpersteine Konstanz

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aktualisiert: 15. August 2019

Anfragen: info@stolpersteine-konstanz.de

Nächster Treff der Stolperstein-Initiative:
Dienstag,  24. September 2019,
19.30  Uhr
Raum 2.2
 

vhs Konstanz, Katzgasse 7

Lageplan

"Neue" stets willkommen !

 

Nächste Stolpersteinverlegungen
Freitag,  1. November 2019, ab 9 Uhr

 

 

Mi., 23.10.2017 (!!)
18:30 Uhr
Gedenkfeier "Oktoberdeportation" Gedenkstele, Sigismundstrasse.

Plan hier

!!!
Die Gedenkfeier findet dieses Jahr am 23.10. statt, statt am Jahrestag der Deportation, dem 22.10.

Grund für die Verlegung ist der jüdische Feiertag Simchat Tora

!!!

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Am 22. Oktober 1940 wurden über 6500 jüdische Bürger aus Baden und der Saarpfalz – unter diesen auch 108 Konstanzer Juden – in das südfranzösische Internierungslager Gurs deportiert. Zahlreiche Deportierte kamen in Gurs und anderen südfranzösischen Lagern ums Leben, Tausende wurden ab 1942 in die Vernichtungslager in den Osten deportiert und ermordet.

Aus diesem Anlass lädt die Initiative „Stolpersteine für Konstanz - gegen Vergessen und Intoleranz“ gemeinsam mit der Synagogengemeinde am Montag, 22. Oktober um 18.30 Uhr zum Gedenken an die Stele für die deportierten Juden in der Bahnhofstraße. Es wird für jedes der 112 Opfer eine Kerze angezündet und deren Namen verlesen. Schülerinnen und Schülern werden Zeitzeugenberichte verlesen.

Das Gedenken wird musikalisch begleitet.

 

 

 

 

Mo., 4. November

Übergabe der am 1. Nov. verlegten Stolpersteine an die Stadt Konstanz

Vortrag und Lesung:
Prof. Dr. Drs. h.c. Erhard Roy Wiehn:
"Wie Ludwig Büchler seiner Frau das Leben rettete"

Ludwig Büchler, Angestellter im Tiefbauamtes Konstanz, war mit Else Büchler verheiratet. Trotz mehrfachen Drängens, auch von Seiten des städtischen Rechtsrats Dr. Franz Knapp (nachmaliger Konstanzer OB, Namensgeber der Franz-Knapp-Passage und immer noch Konstanzer Ehrenbürger (!)), weigerte er sich standhaft, sich von seiner (jüdischen) Frau scheiden zu lassen.

Am 22. Oktober, als in einer Nacht- und Nebel-Aktion 108 Konstanzer Jüdinnen und Juden aus Konstanz verschleppt wurden, stand die SS schon vor ihrer Tür, um auch sie abzuholen. Dem mutigen und raschen Eingreifen von Ludwig Büchler gelang es, seine Frau vor der Deportation zu bewahren. Else Büchler überlebte in Konstanz.

 

9.11.2016
18 - 18:30 Uhr

 
Mahnwache und Stolpersteinputzen

Alle Stolperstein-Verlegestellen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

logo_Mahnwache

Gedenken zur "Reichspogromnacht":
Stolpersteine putzen, Mahnwache

 

Am 9. und 10. November 1938 wurden in ganz Deutschland, auch in Konstanz, Synagogen nieder­gebrannt.

Auch dieses Jahr finden am 9. November von 18:00 - 18:30 Uhr bundesweit zur Erinnerung und als Aufruf gegen Rassismus und Antisemitismus Mahnwachen an vielen Stolpersteinen statt, auch in Konstanz.

Von 18.00 – 18.30 Uhr werden Stolpersteine in allen beteiligten Städten zeitgleich geputzt und zum Gedenken werden an jedem Stein Kerzen entzündet und Blumen niedergelegt. An vielen Stolpersteinen wird auch über die Biographie des Opfers informiert.

 

Information über die embim209 in Konstanz hier und hier.

 

Bitte übernehmen auch Sie für eine halbe Stunde die Betreuung eines Stolpersteins !

 

 

So., 10. November 2019

19:30 – 21:00 Uhr

Wolkensteinsaal, Kulturzentrum am Münster

Eintritt:frei

Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht

Lesung und Vortrag von Stefan Keller:
„Grüningers Fall“

Anlässlich des Gedenkens an die Novemberpogrome 1938 liest Stefan Keller aus seinem Buch „Grüningers Fall. Geschichten von Flucht und Hilfe“.

Es ist die bewegende Geschichte des St. Galler Polizeihauptmanns Paul Grüninger, der 1938/39 zahlreichen Juden und Jüdinnen das Leben rettete, indem er sie in die Schweiz einreisen liess und nicht zurückwies. Stefan Keller erzählt «Grüningers Fall» aus der Sicht der ehemaligen Flüchtlinge, der ehemaligen Emigrantenschlepper, Polizisten und Grenzanwohner im Bodenseegebiet und im Rheintal. Die Publikation des Buches führte in den neunziger Jahren zur vollständigen Rehabilitation des Hauptmanns, der seinem Gewissen folgte, vielen Menschen half und dies selber bitter bezahlen musste.

Die Geschichte von Paul Grüninger wurde zweimal verfilmt („Grüningers Fall“ und „Akte Grüninger“); das Buch liegt heute in der 5. ergänzten Neuauflage vor.

Ausser über den Fall Grüninger wird Stefan Keller auch von einem anderen Fall erzählen, über den er ebenfalls ein Buch schrieb: Vom sechzehnjährigen Joseph Spring, der 1943 von Schweizer Grenzwächtern direkt an die Gestapo ausgeliefert wurde und nach Auschwitz kam. Er überlebte und verklagte fast sechzig Jahre später mit Kellers Hilfe die Schweiz.

 

„Es passiert nicht alle Tage, dass ein Buch Regierungen zum Sinneswandel zwingt. So eines ist Grüningers Fall.“ Fredy Gsteiger, Die Zeit

Stefan Keller ist Schweizer Schriftsteller, Journalist und Historiker. Er ist Mitglied im Stiftungsrat der Paul Grüninger Stiftung.

 

Veranstalterinnen: Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“ in Kooperation mit Deutsch Israelische Gesellschaft Bodensee Region (DIG), Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V., Konstanzer Friedensinitiative, Kulturamt der Stadt Konstanz, Synagogengemeinde Konstanz, Volkshochschule Landkreis Konstanz e.V., VVN-BdA Kreisvereinigung Konstanz u.a.

 

 

 

Tag des Gedenkens
an die Opfer des Nationalsozialismus

Mo., 27. Januar 2020

19:30 - 21:00 Uhr

Wolkensteinsaal, Kulturzentrum am Münster

Eintritt:frei

Gerd Buurmann: „Der Nathankomplex“

 

Vorträge über Antisemitismus haben Konjunktur. Gerd Buurmann macht es anders. Ebenso unverhofft wie kurzweilig erzählt er mit glänzender schauspielerischer Leistung über zweitausend Jahre Kulturgeschichte.

Der Nathankomplex ist vieles: Er wehrt Fehlinterpretationen von Heine ab, lässt zweifeln, aber auch hoffen. Judenfeindschaft hat Traditionen, weiß Buurmann. Sie setzt jahrhundertealte Gemeinplätze fort, ist in der christlichen Kultur und den Gepflogenheiten der internationalen Staatengemeinschaft zu identifizieren. Nicht zuletzt wühlt der Nathankomplex daher in den Grundfesten der postnazistischen Bundesrepublik, in ihrem Umgang mit der eigenen Geschichte, der Shoah und Israel.

 

zum Tag des Gedenkens
an die Opfer des Nationalsozialismus

Do., 30. Januar 2020

19:30 - 21:00 Uhr

Wolkensteinsaal, Kulturzentrum am Münster

Eintritt:frei

Vortrag und Film

Hannes Heer: „Nacht und Nebel“ –
Die Mörder sind unter uns, oder:

Der Film, mit dem alles anfing (1945-1956)
 

Der Griff Nazideutschlands zur Weltmacht endete mit der totalen Niederlage und der Bilanz von 40 Millionen unschuldig Getöteter. Diese Schuld wurde von den Deutschen nie akzeptiert, sondern einer Bande von Kriminellen zugewiesen –„Hitler war’s“.

In der BRD hat sich diese Wahrheit nur in Form ununterbrochener Tabubrüche durchgesetzt. Sechs Fälle aus dieser 60 jährigen Skandalgeschichte werden in der Vortragsreihe porträtiert.

Nacht und Nebel“ -Das mehrfach preisgekrönte halbstündige Dokumentarstück war der erste Film über das KZ Auschwitz. Alain Resnais hatte die Reste 1955 vor Ort in Farbe gedreht und die Schwarz-Weiß-Dokumente aus Archiven eingefügt. Aus diesem Material rekonstruierte er den Planeten Auschwitz mit seinen individuellen Toden und dem Massenmord im Gas, die Filiale von Krupp, Siemens, IG Farben zur industriellen Verwertung der Häftlinge und die Leichengebirge mit den letzten Sterbenden bei der Befreiung. Am Ende der Reise und zurück in der Gegenwart blieb eine Frage: „Ich bin nicht schuld, sagt der Kapo. Ich bin nicht schuld, sagt der Offizier. Ich bin nicht schuld. Wer also ist schuld?“ Der Film gab keine Antwort, weil 1945 alle die Antwort wussten und schwiegen.

Aber 10 Jahre später erinnerte Resnais daran, dass die BRD aus dem Schweigen eine lautstarke Rehabilitierung und Amnestierung der Nazi-Eliten gemacht hatte. Weil Nacht und Nebel dieses Konstrukt radikal in Frage stellte, ließ die Bundesregierung den für die Festspiele in Cannes nominierten Film der „deutsch-französischen Aussöhnung“ zuliebe im April 1956 aus dem Programm streichen. Aber anders als früher gab es diesmal einen internationalen Skandal, Proteste in Westdeutschland und die Aufführung des Films bei der Berlinale. Die Regierung ging in die Vorwärtsverteidigung: Der Film konnte ab Januar 1957 nur für nichtkommerzielle Zwecke von Vereinen, Institutionen und Schulen angefordert werden. Trotz dieser Zensur wurde Nacht und Nebel ein „Wendepunkt“ der Erinnerungspolitik und für 17/18jährige Jugendliche „zur ersten Konfrontation mit den Verbrechen“ des Dritten Reiches (Habbo Knoch).

Hannes Heer, Jg. 1941, Studium der Geschichte und Literatur in Bonn, Freiburg und Köln. Aktivist im SDS.1968 Staatsexamen und sofort Berufsverbot. Rundfunkautor. 1975 -79 Lehrbeauftragter Uni-versität Bremen. 1980 – 1985 Dramaturg und Regisseur am Deutschen Schauspielhaus und an den städtischen Bühnen Köln. 1985 – 1992 mehr als 20 Dokumentarfilme für ARD und ZDF. Er leitete u. a. die Ausstellungen „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“ und „Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der ‚Juden’ aus der Oper 1933 bis 1945.“  Heer hat zahlreiche Publikationen zur Geschichte von Antisemitismus, Nationalsozialismus, Krieg und Nachkriegserinnerung verfasst. Er ist Träger der Carl-von-Ossietzky-Medaille und lebt in Hamburg.

 

Veranstalter: Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“ in Kooperation mit Deutsch Israelische Gesellschaft Bodensee-Region (DIG), Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V., Konstanzer Friedensinitiative, Kulturamt der Stadt Konstanz, Synagogengemeinde Konstanz, Volkshochschule Landkreis Konstanz e.V., VVN-BdA Kreisvereinigung Konstanz u.a.