Stolpersteine Konstanz

Kurt LÖWENSTEIN, 1916 - 1969

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Kurt LÖWENSTEIN, 1916 - 1969

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Kurt LÖWENSTEIN, 1916 - 1969

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1916: geb. 21.02.  in Konstanz

1936: Flucht nach Argentinien

 

überlebt

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Blarerstr. 32
heute (Oktober 2015)

 

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Stolperstein für Kurt LÖWENSTEIN
verlegt am 05.10.2015

 

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Eltern: Heinrich LÖWENSTEIN, Berta LÖWENSTEIN   Bruder: Walter LÖWENSTEIN

 

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Kurt LÖWENSTEIN, ca. 1954
mit Ehefrau Renate, geb. Grünberg

Quelle: Privatarchiv Löwenstein

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Kurt Löwenstein wurde am 21.2.1916 in Konstanz als Sohn von Berta und Heinrich Löwenstein   geboren.

 

Vom April 1926 bis März 1932 besuchte er die Zeppelin-Oberrealschule, danach machte er von 1932 bis 1933 den Abschluss auf der Handelsschule. Anschließend absolvierte er eine Lehre als Schreiner bei Firmen in Fürth und Esslingen.

 

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Kurt (links) und Walter LÖWENSTEIN
in Konstanz als Schüler (1920er Jahre)

Quelle: Privatarchiv Löwenstein

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Bald erkannten die Eltern, dass die zunehmende Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung ihren Kindern keine Zukunftsperspektiven in Deutschland mehr bot. Sie organisierten deshalb für beide Söhne bereits im Jahr 1936 die Ausreise nach Argentinien: Walter reiste im März 1936 über Le Havre in Frankreich aus, Kurt wenig später, am 10. Juli 1936 von Rotterdam aus auf dem Schiff "Alpherat" nach Buenos Aires / Argentinien.

 

Kurts Hartnäckigkeit hatten seine Eltern es zu verdanken, dass sie 1940 aus Deutschland nach Argentinien fliehen konnten. Es gelang Kurt im Juli 1939, durch eine Eingabe beim argentinischen Land­wirtschaftsministerium die ein Jahr zuvor vom argentinischen Außenministerium verfügte Einreise­sperre für ausländische Juden und politisch Verfolgte zu unterlaufen. Kurt Löwenstein argumentierte, dass seine Eltern wertvolle Arbeitskräfte für die einhei­mische Landwirtschaft seien, und er verbürgte sich, notfalls für den Lebensunterhalt seiner Eltern in Argentinien aufzukommen. Damit erhielten seine Eltern eine Ausnahmegenehmigung für die Einreise nach Argentinien.

 

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Kurt LÖWENSTEIN
1950 in Buenos Aires /Argentinien

In Argentinien war die bis auf den schon am 1. Juli 1936 in Buenos Aires gestorbenen Sohn Walter wieder vereinte Familie Löwenstein zwar vor den Verfolgungen der NS-Schergen sicher. Jedoch mussten sie auch noch Einschränkungen ihrer Freiheit erleben: Kurz vor Kriegsende erklärte Argen­tinien sowohl dem Deutschen Reich als auch Japan noch den Krieg. Daraufhin wurden die Staatsbürger dieser Länder - auch die Löwen­steins - vorübergehend als „Ausländer unter Aufsicht“ behandelt.

 

Kurt Löwenstein baute sich in Buenos Aires eine berufliche Existenz als Handelsreisender im metall­urgischen Gewerbe auf.

Im Dezember 1954 heiratete er die über Bolivien nach Argentinien eingewanderte Breslauer Jüdin Renate Grünberg. Aus der Ehe gingen die beiden Kinder Miguel Enrique und Liliana hervor.

 

Kurt Löwenstein starb am 29. September 1969 in Buenos Aires.

 

Recherche:Hans-Hermann Seiffert

Patenschaft: Liliana Löwenstein:

Quellen: Privatarchiv Liliana LÖWENSTEIN