Stolpersteine Konstanz

Irma KRÄHENBÜHL, geb. Wilderer, 1918 - 2004

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Irma KRÄHENBÜHL, geb. Wilderer, 1918 - 2004

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Irma KRÄHENBÜHL, geb. Wilderer, 1918 - 2004

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1918: geb. am 13. April

1939: 12. Dezember, Verhaftung

1940: KZ Ravensbrück bis Kriegsende

 

überlebt

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Schreibergasse 37
heute (2015)

Foto: W.Mikuteit

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Stolperstein für Irma KRÄHENBÜHL, verlegt am 13.09.2015

 

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Mutter: Luise WILDERER

 

Irma Krähenbühl wurde am 13. April 1918 als Tochter von Luise Wilderer geboren.

Sie arbeitete als Hausgehilfin, wohnte aber zu Hause. Sie hatte die Volksschule Konstanz und die Fortbildungsschule besucht.

 

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Irma KRÄHENBÜHL (links), 1969
rechts ihr Untermieter   Ernst PAPIES
 
Quelle: Nachlass Ernst PAPIES
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Einmal war sie beim Bibelverkauf dabei. Sie wird am 12. Dezember 1939 verhaftet und am 23. April 1940 in das Button überführt.

Am 4. Mai 1940 kommt sie dort an und muss bis Kriegsende dort bleiben.

 

In Ravensbrück wurde sie zeitweise zusammen mit der Mutter in einer Gärtnerei eingesetzt.

Ab 1943 musste sie vorübergehend als Kinder­mädchen im Haushalt von SS-General Oswald Pohl, Chef des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshaupt­amtes, auf dem Gut Comthurei in der Nähe von Ravensbrück arbeiten, anschließend musste sie dann zurück in das KZ Ravensbrück.

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KZ Ravensbrück
Zwangsarbeit weiblicher Häftlinge, 1939

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Der Vater und Bruder drängen in Briefen nach Ravensbrück auf Widerruf und Heimkehr von Luise Wilderer und ihrer Tochter Irma. Irma hat einen Widerruf als Zeugin Jehovas unterschrieben, aber dann doch wieder zurückgenommen.

 

Ihre jüngere Schwester Elfriede wurde im Dezember 1939 ebenfalls verhaftet und Ende April 1940 wieder freigelassen

Ihr Bruder Adolf Emil, geb. 1921, war ebenfalls einmal beim Bibelverkauf dabei und bekam eine Schulstrafe, er ist 1944 gefallen.

Nach 1945 arbeitete Irma KRÄHENBÜHL als Putzfrau beim Südkurier. Sie heiratete nach Kreuzlingen, aus der Ehe gingen keine Kinder hervor.

 

Irma Krähenbühl starb am 6. Januar 2004.

 

 

 

 

Recherche: Dr. Arnulf Moser

Patenschaft: Jürgen Herms

Quellen:

Aufzeichnungen Luise Wilderer (Archiv der Konstanzer Gemeinde der Zeugen Jehovas)

Aufzeichnungen Irma Wilderer (Archiv der Konstanzer Gemeinde der Zeugen Jehovas)

Prozessakten Sondergericht Mannheim, Generallandesarchiv Karlsruhe 507/1954 und 507/1961

Entschädigungsakte Luise Wilderer, Staatsarchiv Freiburg, F 196/1, Bd. 180