Stolpersteine Konstanz

Luzia HAHN    1907 – 1940

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Luzia HAHN    1907 – 1940

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Luzia HAHN    1907 – 1940

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geb. 26.08.1907

Ermordet am 28.10.1940

 

stein_HAHN_Luzia

Stolperstein für Luzia Hahn
verlegt am 14.9.2006

haus_schottenstr_20

Schottenstrasse 20 heute
(Oktober 2012)

 

Luzia Hahn wurde am 26.08.1907 in Konstanz geboren. Sie arbeitete als Dienstmädchen, wechselte deshalb oft den Wohnsitz, wohnte aber auch zwischenzeitlich immer wieder bei ihren Eltern Leo und Franziska Hahn.

 

Luzia Hahn als Kind

Luzia Hahn als Kind

Zuletzt lebte und arbeitete sie in der Schottenstr. 20, im Haus der Familie Dietrich.

Seit Beginn des Jahres 1933, im Alter von 26 Jahren, war sie Patientin der Heil- und Pflegeanstalt Reichenau. Deshalb wurde sie im Verlauf der T-4 Aktion der Nationalsozialisten als psychisch krank erfasst.

Am 28.11.1940 wurde Luzia Hahn mit dem 7. von insgesamt 11 Transporten nach depor­tiert und am gleichen Tag im Alter von 33 Jahren vergast.

Die Schottenstrasse 20 ist der letzte gemeldete Wohnsitz.

1983 tauchte ihre Urne mit 196 anderen im Keller des Friedhofsgebäudes in Konstanz auf. Die Urnen standen dort seit 1941 bis 1961 unbeachtet, danach entschied die Stadtverwaltung lediglich, den Raum angemessen auszugestalten. Erst 1983 wurden die Urnen an einer Gedenkstätte auf dem Friedhof Konstanz bestattet.

Auf der Urne Luzia Hahn ist als Todesdatum der 11.12.1940 und als Todesort Sonnenstein / Sachsen vermerkt. Wie bei anderen Opfern wurde hier bewusst gefälscht.

 

 

Recherche: Roland Didra

Patenschaft: Ursula Matt, Willi Horne

Quellen:

Adressbücher Konstanz 1939 und 1943 (Stadtarchiv)

Einwohnermeldekarteikarten vor 1945 im Stadtarchiv Konstanz

Opferliste der Gedenkstätte Grafeneck

Faulstich, Heinz, Von der Irrenfürsorge zur "Euthanasie", Freiburg i.Brsg. 1993

Material Faulstich: Recherchierte Patientenlisten mit Aufnahmedatum

Material Faulstich: Kopien der Originaltransportlisten der Aktion T 4

Südkurier Konstanz 17.01.1983, "Jetzt werden Akten verglichen"

Südkurier Konstanz 02.02.1983, "Auch Urnen von KZ-Opfern dabei"