Stolpersteine Konstanz

Ida BLOCH, geb. Weil, Jg. 1878

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Ida BLOCH, geb. Weil, Jg. 1878

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Ida BLOCH, geb. Weil, Jg. 1878

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geb. am 26.4.1878, Emmendingen

Flucht: Emigration nach Zürich 15.2.1939, dann Sao Paulo, Brasilien

 

überlebt

Döbelestrasse 4 heute (2007)

Döbelestrasse 4 heute
(2007)

Stolperstein für Ida Bloch

Stolperstein für Ida BLOCH,
verlegt am 04.10.2007

 

Ehemann: Moriz BLOCH

 

Ida Bloch (geb. Weil) wurde am 26.4.1878 in Emmendingen geboren. Sie war die älteste Tochter der Schwester Rosa von Adele Bloch (Moritz Blochs 1. Frau).

Im Alter von etwa 20 Jahren kam sie nach Konstanz, um der psychisch erkrankten Tante beizustehen. Sie begleitete sie auch zu einem Erholungsurlaub in ein Sanatorium in die Schweizer Stadt Zug. Dort beging Adele Selbstmord.

Im Vordergund: Erich, Ida, und Leonore ("Lorle") BLOCH. Stehend: Moritz BLOCH  Ansicht grösser: Bild anklicken

Im Vordergund:
Erich, Ida, und Leonore ("Lorle") BLOCH.
Stehend: Moritz BLOCH

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Quelle: Archiv Tobias Engelsing

Ida, obwohl 10 Jahre jünger, heiratete Moritz Bloch und war den Kindern Leonore und Erich eine gute Mutter.Aus der Ehe gingen die Kinder Theo und Adele hervor.

Im Jahr 1910 bezog das Ehepaar Bloch mit den 4 Kindern ein eigenes Haus in der Schottenstr. 1.

Nachdem ihr Mann in der Pogromnacht, im November 1938, schwer misshandelt wurde, wohnte das Ehepaar noch für einige Wochen in der Döbelestr. 4. Im Februar 1939 gelang es Ihnen, über einen Zwischenaufenthalt in Zürich, nach Brasilien auszu­wandern, wo Leonore, die Tochter aus 1. Ehe lebte. Ida Bloch starb in Sao Paulo, das Todesdatum ist unbekannt.

Ihre 3 anderen Kinder hat sie nicht wieder gesehen. Adele wurde Opfer der Euthanasie.

Theo lebte bis zu seinem Tod in Israel. Erich kehrte, nach 30 Jahren in Israel, 1969 mit seiner Familie nach Konstanz zurück. Er arbeitete als Journalist und Schriftsteller.

 

Idas Mutter Rosa Weil wurde im Alter von 84 Jahren in das Lager Button in den Pyrenäen deportiert, wo sie verstarb.

 

 

 

 

 

 

 

Recherche: Roland Didra

Patenschaft: Eyal Bloch

Quellen:

Erich Bloch: Das verlorene Paradies. Ein Leben am Bodensee 1897 - 1939. Reihe: Konstanzer Geschichts- und Rechtsquellen, Band 33. Stadtarchiv Konstanz (Hrsg.). Verlag Thorbeke: 1992.

Jürgen Klöckler, „Selbstbehauptung durch Gleichschaltung. Die Konstanzer Stadtverwaltung im Nationalsozialismus“. Thorbecke: Ostfildern 2012, S. 325f.

Stadtarchiv Konstanz, Einwohnermeldekarten vor 1945