Stolpersteine Konstanz

Termine Juli - Dez. 2014

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aktualisiert: 19. April 2017

Do., 10.07.2014, 19:30 Uhr
Universität Konstanz, Raum G 309

Vortrag:
“Wie aus einem Stolperstein eine Gedenktafel in Buchenwald wurde“. Über die Ermordung des Plakatmalers Friedrich Wessel im KZ Buchenwald

Referent: Jürgen Wenke, Dipl.-Psych.,  der seit mehreren Jahren die Lebensgeschichten und die Verfolgung schwuler Männer recherchiert und damit die Erinnerung durch Verlegung vieler Stolpersteine durch den Künstler Gunter Demnig möglich gemacht hat.

In das rassistische Weltbild, in das Denken und Handeln der Nationalsozialisten „passten“ Homosexuelle nicht. Eine der Folgen: Die mehr oder weniger systematische Verfolgung zwischen 1933 und 1945. Schätzungen gehen von 5.000 bis 15.000 homosexuellen Inhaftierten in den damaligen Konzentrationslagern aus. Sehr viele wurden dort ermordet. Außerdem wurden mehr als 50.000 Männer mittels des von den Nationalsozialisten verschärften § 175 verurteilt. Nach 1945 setzte sich die juristische Verfolgung bis 1969 unvermindert fort. Erst 1969 wurde die nationalsozialistische Fassung des § 175 entschärft und einvernehmliche Beziehungen zwischen erwachsenen Männern wurden damit straffrei. Und erst im Jahr 1994 wurde der § 175 im Zuge der Wiedervereinigung insgesamt aufgehoben.

Am 18.07.2012 wurde auf Initiative des Vereins Rosa Strippe e.V. im Vorraum des Krematoriums des ehemaligen KZ Buchenwald eine Metalltafel angebracht, die an den Plakatmaler Friedrich Wessel (geb. 6. Juli 1902, ermordet in Buchenwald 7. Mai 1942) erinnert. Er wurde als Homosexueller verfolgt – und das verschweigt die Tafel – erstmalig dort - nicht. Im Mittelpunkt des Bildvortrags mit vielen Fotos und berührenden Originaldokumenten steht die Geschichte der Ermordung von Friedrich Wessel. Ergänzt wird der Vortrag durch zahlreiche Schautafeln zur Verfolgung von Schwulen und Lesben in der NS-Zeit und in der Bundesrepublik Deutschland.

Veranstalter: AStA der Universität Konstanz, Referat für Gleichstellung & Integration in Zusammenarbeit mit der Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“.

22.10.2014
Gedenkfeier "Oktoberdeportation" Gedenkstele, Sigismundstrasse. Button

 

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Verlesung der Namen der Opfer, Lesen von Texten,  Anzünden von Kerzen in Erinnerung an die Depor­tierten.

 

Die Initiative Stolpersteine freut sich über zahlreiche Teilnahme interessierter Bürgerinnen und Bürger.

22.10.2014, 19:30
Stadtarchiv Konstanz, Benediktinerplatz 5,
Vortragsraum

Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Erhard Roy Wiehn:
Zur Deportation der Juden aus Südwestdeutschland 1940: Gurs und Rivesaltes als Vorstationen von Auschwitz.

Am 22. Oktober 1940 wurden über 6500 jüdische Bürger aus Baden und der Saarpfalz –unter diesen auch 112 Konstanzer Juden- in das südfranzösischen Internierungslager Gurs deportiert. Zahlreiche Deportierte starben in Gurs und anderen südfranzösischen Lagern , Tausende wurden ab 1942 in die Vernichtungslager in den Osten deportiert und ermordet.

Anlässlich des 74. Jahrestages der sogenannten „Oktoberdeportation“ spricht der Konstanzer Soziologieprofessor E.R. Wiehn, der bereits zahlreiche Bücher zur Oktoberdeportation und zur Shoah veröffentlicht hat, über die erste planmäßige Deportation von Juden aus Deutschland.

Der Eintritt ist frei

9.11.2014, 18 - 18:30 Uhr

Alle Stolperstein-Verlegestellen in Konstanz und Keuzlingen

Gedenken zur Reichspogromnacht: Mahnwache und Stolpersteine putzen

 

Die Initiative Stolpersteine für Konstanz wird sich am Sonntag, 9. November 2014 bereits zum vierten Mal an einer bundesweiten Mahnwache zur Pogromnacht an den Stolpersteinen beteiligen. Bei dieser Mahnwache werden am 9. November in der Zeit von 18.00 – 18.30 Uhr Stolpersteine in allen beteiligten Städten zeitgleich geputzt und zum Gedenken werden an jedem Stein Kerzen entzündet und Blumen niedergelegt. An vielen Stolpersteinen wird auch über die Biographie des Opfers informiert. Die Mahnwache steht unter dem Motto „Den Toten ehrendes Gedenken und Mahnung für heute!“. Wir würden uns freuen, wenn es uns auch in diesem Jahr mit der Unterstützung zahlreicher Helfender aus Konstanz und Umgebung gelingen würde, für jede der inzwischen über 70 Verlegestellen mit insgesamt 159 Stolpersteinen Verantwortliche zu finden, die an einer Stelle die Mahnwache über­nehmen.

 
Bitte melden Sie sich bei Interesse oder bei Fragen bei
maikicon_atschluroff.de



16.11.2014, 14:00 - 16:00

Stolpersteinführung

Treffpunkt: Sigismundstraße 21

Anlässlich der Reichspogromnacht lädt die Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“ zu einem besonderen Stadtrundgang ein: Hans Seiffert und Petra Quintini von der Initiative führen zu ausgewählten Stolpersteinen und berichten anhand einzelner Biographien über das Schicksal verfolgter Konstanzer in der NS-Zeit.

Treffpunkt ist der Stolperstein in der Sigismundstraße 21, verlegt für die hier am 10. November 1938 zerstörte Synagoge. Der etwa zweistündige Rundgang findet bei jedem Wetter statt.

Die Teilnahme am Stolperstein-Rundgang ist kostenlos.

SWR2 Kulturnacht Stolpersteine

mit Klezmer

Samstag, 20. Dezember 2014
20:00 Uhr

Foyer Spiegelhalle
Theater Konstanz

 

 

Veranstalter: SWR 2, in Kooperation mit Theater Konstanz und der Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“
Eintritt: 16 Euro / erm. 12 Euro
(Ermäßigung mit der SWR 2 Kultur­karte)

SWR2 Kulturnacht Stolpersteine:
Vom Leben im Schtetl und anderer jüdischer Kultur

In den wehmütig-fröhlichen Melodien des Klezmer schwingen noch die Erinnerungen an Kultur und Alltag des jüdischen Schtetl; jener dörflich oder kleinstädtisch geprägten Welt, die durch Nationalsozialismus und Krieg vernichtet wurde. Mit ihren Auftritten erinnert die Tübinger Klezmer-Gruppe Jontef an diese vergangene Welt.

Jontef hat sich 1988 am Landestheater Tübingen gegründet. Mit ihren jiddischen Liedern, Instrumen­talstücken und Kabarett-Einlagen wurde die Formation weithin bekannt. Zum ursprünglichen Trio mit Hans Joachim Günther (Akkordeon und Klarinette), Michael Chaim Langer (Gesang und Schauspiel) und Wolfram Ströle (Violine und Gitarre) gesellt sich seit fünfzehn Jahren der Kontrabassist Peter Falk.

Die musikalische Vergegenwärtigung des Schtetl wird ergänzt durch Erinnerungen an die einstige jüdische Kultur in Konstanz und Umgebung. In der Reichs­pogrom­nacht 1938 wurde die Konstanzer Synagoge zerstört, zahlreiche jüdische Konstanzer wurden depor­tiert und ermordet. Über dieses vergangene und zerstörte Konstan­zer jüdische Leben informieren Katrin Brüggemann und Petra Quintini von der  Initiative  „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“.

In den Blick genommen wird dabei auch das weithin vergessene südwestdeutsche Landjudentum im Hegau, wie es der jüdische Dichter Jacob Picard festgehalten hat. Davon berichtet Dr. Anne Overlack, Leiterin der Jacob-Picard-Gedenkstätte in Öhningen-Wangen; es moderiert Reinold Hermanns.

HOLOCAUST-GEDENKTAG 2015

Samstag, 31. Januar 2015, Zeit: 19:30 -21:00

Wolkenstein Saal · Kulturzentrum am Münster, Wessenbergstr. 43

Zeitzeugengespräch mit Ursula Mamlok

1923 in Berlin geboren, musste Ursula Mamlok aufgrund ihrer jüdischen Abstammung mit ihren Eltern Berlin verlassen und wanderte 1939 nach Ecuador aus. Noch im gleichen Jahr gelang es ihr, ein Stipendium für die Mannes School of Music in New York zu bekommen.

In den folgenden Jahren studierte sie Komposition bei Roger Sessions, Stefan Wolpe und Ralph Shapey.

Sie unterrichtete Komposition an der New York University, der Temple University und über 40 Jahre an der Manhattan School of Music in New York. Ihr Werkverzeichnis umfasst ca. 75 Werke. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 2013 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse. Seit 2006 lebt sie wieder in ihrer Geburtsstadt Berlin.

Ursula Mamlok wird aus ihren Tagebüchern lesen und es werden Ausschnitte aus einem Dokumentarfilm über sie zu sehen sein. Am 1. Februar 2015 wird sie ihren 92. Geburtstag in Konstanz feiern.

Musikalische Umrahmung der Veranstaltung durch Mitglieder der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz und SchülerInnen der Gesangsklasse Ruth Frenk.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region, Gesellschaft  für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V., Jüdische Gemeinde Konstanz, Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz und Initiative „Stolpersteine für Konstanz - Gegen Vergessen und Intoleranz“

Der Eintritt ist frei

Sonntag, 01. Februar 2015

19.00 Uhr · Festsaal · Steigenberger Inselhotel ·

Auf der Insel 1

Sonderkonzert des Philharmonischen Kammerorchesters für Neue Musik mit Werken von Ursula Mamlok

Happy Birthday – Konzert zum 92. Geburtstag von Ursula Mamlok

 

Eintritt:  18 EUR ·  ermäßigt 16 EUR